Neuigkeiten aus dem Hummer-Fahrerlager

Dezember 2008

Frohe Weihnachten und Guten Rutsch!

Liebe Sportsfreunde,

Im Namen meines gesamten Teams möchte ich mich herzlich für die vielen positiven Zuschriften und guten Wünsche bedanken. Es bereitet große Freude, eine solche Fangemeinde zu haben, die trotz technischen Rückschlägen stets an das Team glaubt und somit gemeinsam zum Erfolg verhilft. So wie Sie alle uns geholfen haben, hat sich das Racingteam auch in diesem Jahr entschlossen, anderen zu helfen. In diesem Jahr haben wir mit einem finanziellen Beitrag
die Aktion ein Herz für Kinder unterstützt und sind uns damit sicher auch in Ihrem Sinne gehandelt zu haben und wissen, dass unsere Spende dort in besten Händen ist. Ihnen und Ihren Familien wünschen wir frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie viel Glück, Gesundheit und Erfolg für das neue Jahr.

Herzlichst, Ihr Uwe Zirbes

November 2008

Hummer Racingteam @ Essen Motorshow 2008

29.11-07.112.2008 Essen Motorshow 2008 / Gruga Hallen in Essen - Sie finden uns in Halle 4, Stand 228

Das Hummer Racingteam wird auf der Essen Motorshow seinen umgebauten Hummer H1 für die kommende Saison vorstellen. Das gewaltige Monster hat einen BIG Block Motor mit 7,4 Ltr. und 650PS. Passend zum Hummer wird auch eine Hummer- Frau sich auf unserem Stand präsentieren! MISS TUNING 2008/2009 wird mit dem Hummer Racingteam für Autogrammstunden und Foto-Shooting zur Verfügung stehen.

Besuchen Sie uns: auf der Essener Motorshow 2008 ab 29.11.2008 - Halle 4 - Stand 228

November 2008

Schnellste Runde für das Hummer Racingteam beim Rallye Raid in Perleberg

Zum Saisonauftakt für die deutsche Offroad Meisterschaft 2009, starteten am Wochenende die Offroad-Stars in Perleberg bei Berlin.

Das Starterfeld von mehr als 49 Teilnehmern aus den verschiedenen Klassen, las sich bis auf wenige Ausnahmen wie das "Who-is-Who" der Offroad-Rallyeszene. Die GORM-Sieger Häring/Beck waren ebenso dabei wie das Hummer Racingteam Zirbes/Zirbes aus der LKW-Klasse, dass Vater-Sohn Duo Stensky/Stensky, die Teams Grünbeck/Dasinger, Süptitz/Krause, Matthias Krüger, und Rallyprofi Oliver Koepp der bei den Geländewagen erfolgreich den 2. Platz erreichte. Bei den Trucks waren vor allem viele Holländer dabei. Tom Stoker (Iveco), Leon de Wit (Mercedes SK) oder Marc Antonis (MAN Kat) wie auch der Star und Dakarfahrer, Frantisek Svboda aus Tschechien, um nur einige Namen zu nennen.

Freitag beim Prolog erreichte das Hummer Racingteam mit 4 Sekunden Vorsprung den 1. Platz vor dem Svboda-Team aus Tschechien. Alle Fan´s fieberten dem somit spannenden ersten Renntag am Samstagnachmittag entgegen, da beide Favoriten vorne am Start standen. Svoboda`s Truck mit seinen 20 Zylinder und 750PS, gegen den Hummer H1 6,5 Ltr. Diesel für den Offroad-Einsatz, mit seinen 350PS. Das Hummer Racingteam, gesponsert von hunting heads entschied sich für den Dieselmotorisierten Hummer an diesem Tag, da viele Schlammpassagen überbrückt werden mußten. Das Rennen ging über 3,5 Stunden auf einem Rundkurs von ca. 8 KM. Dieses mal war die Strecke vom ersten GORM-Wertungslauf auch mit sehr schnellen Passagen ausgerichtet. Die Fahrzeuge konnten teilweise bis auf 150 km/h auf leicht sandigen Waldwegen beschleunigen. Um für Abwechslung und somit für knallhartes Offroad-Racing zu sorgen, ließ sich der Veranstalter, Rallye Trial besonders für die angereisten Zuschauer was einfallen. Es wurden vor dem Cateringzelt, Sandhügel und Graben angefertigt, dass man einen kompletten LKW hätte darin verbergen können.

3,5 Stunden Fahrzeit waren also eine echte Herausforderung für Mensch und Maschine. Bereits am ersten Tag mussten einige Teilnehmer die Rallye wegen Totalschaden am Fahrzeug abbrechen. Besonders spannend waren die Bodenwellen, auch in den schnellen Passagen, wo gar schwere Lkws (über 7,5 To.) ihre Achse abgerissen hatten. Trotz Überschlägen und anderen Unfällen, ist jedoch keinem Teilnehmer durch die hohen Sicherheitsvorschriften, nicht passiert. Jedes zu risikoreiche Fahren wurde letztendlich mit einem Ausfall durch technischen Defekt bestraft. So kam es, dass man nach dem Prolog am Freitag, im Fahrerlager untereinander Wetten abgeschlossen hat, welcher der beiden Fahrer, als Erster mit einem Frack durchs Ziel fährt. Ist es Zirbes, der nur die Stellung „Vollgas“ kennt, oder Rallyeprofi und Dakarfahrer Svboder aus Tschechien, dessen Ruf als absoluter kompromissloser und knallharter Starter voreilt.

Nun, Zirbes hat zwar die schnellsten Rundezeiten an allen drei Tagen erfolgreich einfahren können, konnte das Feld bis zum 2 Platzierten gar überrunden, doch durch einen kapitalen Motorschaden eine Stunde vor dem Ziel am letzten Renntag, rutschte er vom 1 Platz der Gesamtwertung in der LKW Klasse, auf den 2 Platz bei den LKW`s bis zu 7,5 Tonnen herab. Letztendlich haben also beide gewonnen und konnten den Zuschauern ein spannendes Rennen liefern.

September 2008

Hummer Racingteam ist Deutscher Offroad Meister 2008

Nach vielen Rückschlägen durch technische Ausfälle, besonders in der Entwicklungsphase des ersten europäischen Hummer Racingteam, hat am Wochenende das Hummer Racingteam mit 6 Punkten Vorsprung den verdienten Titel des deutschen Offroad Master 2008 errungen.

Das Team von Zirbes war das Einzige, dass am Anfang der Saison an den Titel der deutschen Meisterschaft glaubte. Der Hummer wurde von den Wettbewerbern nie als Konkurrenzfähiges Rennauto betrachtet weil er doch im Gegensatz zu seinen Gegnern zu langsam und zu schwer ist. Doch das Hummer Racingteam wusste genau welche Umbaumaßnahmen nötig waren, um die Meisterschaft zu gewinnen. Zirbes wollte mit diesem sehr außergewöhnlichen Fahrzeug zeigen, was in einem Hummer steckt und alles andere als ein normales Fahrzeug fahren. Andere Wege zu gehen als andere, ist die Lebensphilosophie von Zirbes in seinem Hauptberuf als Headhunter. Als Vorstand von hunting heads executive Search International baute er ein inzwischen weltweit etabliertes Headhunter Institut auf, welches den Slogan trägt: we are different". Somit verwundert es nicht, daß hunting heads auch der Hauptsponsor des Rennstalls Hummer Racingteam ist.

Anders zu sein als Andere, niemals aufgeben und stets nach dem Ziel zu trachten ist wohl mit ein Geheimrezept, um einen deutschen Meistertitel zu erhalten. Der Bau des ersten Hummer H1 für diesen Rennstall erwies sich als schwer aber nicht unmöglich.

Trotz anfänglicher Motorenprobleme und einigen technischen Ausfällen, war der Hummer H1 in seiner Klasse stets mit den erreichten Punkteständen überlegen. Mit jedem Rennen, jeder Etappe und der daraus gesammelten Erfahrung entwickelte man in eigener Werkstatt in Wetter a.d. Ruhr einen Dieselmotorisierten Hummer H1 mit Gaseinspritzung der auf 400 PS zuschaltbar war. Getriebe, Antriebswellen und das Fahrwerk wurden verstärkt um im schweren Offroad Gelände mit Schlamm- wie auch Wasserdurchfahrten wettbewerbsfähig zu sein. Über Monate hinweg wurden die besten Hummer Spezialisten ausgesucht und eingestellt, um dieses Projekt zum Erfolg zu führen. Einige Konkurrenten zogen durch die Überlegenheit des Hummer Racingteam während der Saison ihre Startzusage zurück.

Von diesem know how des ersten europäischen Hummer Racingteam profitieren nun auch Dritte bzw. Kundenfahrzeuge in einer dafür extra eröffneten Hummer Tuning Werkstatt beim Kooperationspartner Lorenz Karosseriebau in Wetter. Zusammen mit dem Partner der Fa. Lorenz hat man ein Rennteam unter der Leitung des jungen Chefmechaniker, Knut Kalder von 12 Mechanikern aufgestellt, die sich als Hummer-Experten bewiesen haben und nun mit dem Titel beschenkt wurden.

Die Entwicklung des zweiten Rennhummer basierte auf der Grundlage des ersten Hummer H1. Mit der zweiten Generation baute das Racingteam den zumindest zur Zeit noch stärksten Hummer H1, den Europa je gesehen hat. Dieses auf 3000 Kg. abgespeckte Monster ist für lange Wüstenettappen und speziellen Rallyes entwickelt worden. Der V8 Big Block Motor mit 7,4 Ltr. Hubraum hat auf dem Prüfstand 650PS. Die Entwicklung des zweiten Rennhummer dauerte 16 Monate und forderte ein Budget von rund 500.000,-€, die teilweise durch Sponsoren bewältigt wurden. Mit dem Hauptsponsor hunting heads angefangen über den Partner Lorenz bis hin zum Bekleidungs-Ausstatter der Renncrew, der Fa. Engelbert & Strauss wie auch Motoren-Öllieferanten der Fa. Fuchs, war dieses Engagement möglich.

Besonders das Hummer Racingteam sorgte in diesem Jahr für öffentliches Interesse und fuhr sich in die Herzen der Zuschauer. So standen Fernsehsender wie DSF, Kabel1, N24, N-TV, VOX, Spiegel TV, WDR und RTLII bereits mit Reportagen, speziell über das Team, zur Seite. Inzwischen wurden mehr als 6,5 Std. reine Fernsehzeit ausgestrahlt, weitere Reportagen und somit Werbung für Sponsoren sind geplant. Zuschauer und Fans, gar mit einem eigenen Club von ca. 1000 Mitgliedern bedankten sich bei der Siegerehrung für die spannenden Rennen die das Team geleistet hat.

Spannend war es auch im Finale der (GORM) Germany Offroad Master 2008 in der Nähe des Nürburgring. Freitagabend beim Prolog fuhr das Racingteam die siebtschnellste Zeit. Am Samstag gewann man zwar den ersten Lauf, doch man musste diesen Laufsieg wiederholen um den Titel in der Tasche zu haben. Samstagabend fuhr man einen sehr schwierigen und engen Strecke unter Flutlicht. Einige Passagen waren so eng, dass man beim Hummer die Spiegel einklappte um diese nicht bei der Durchfahrt im Renntempo abzureißen. Höchste Konzentration war angesagt, jeder kleinste Fehler, jeder Trifft gegen einen Stein wäre das Aus für das Racingteam gewesen. Selbst eine Reifenpanne hätte den Titel gekostet. So stieg die Spannung von Minute zu Minute, von Runde zu Runde. Am Ziel mit 22 Sekunden Vorsprung gegenüber dem Zweitplatzierten angekommen, war die Erlösung da. Nun musste Zirbes nur noch am darauf folgenden Tag eine Start- und Zieldurchfahrt hinlegen, um über die komplette Renndistanz am Rennen beteiligt zu sein, damit der Titel sicher war. Überlegen fuhr am Sonntagmorgen das Hummer Racingteam auch diese Etappe und gewann die deutsche Offroad Meisterschaft.

Jörg Hering und Andreas Beck siegten in der verbesserten PKW Klasse verdient mit 3 Punkten Vorsprung und erhielten den Titel des deutschen Offroad Master 2008..

Laut Zirbes verdankt er seinen Erfolg seiner Ehefrau Bettina Zirbes als Co-Pilotin, wie auch seinem Team was voll hinter ihm steht. Ohne den reibungslosen Ablauf, die Motivation der Truppe wäre dieses alles nicht möglich gewesen. Für die körperliche Fitness bereitete sich Fahrer wie auch Co-Pilotin bereits zum Anfang der Saison, beim Personaltrainer, Axel Seide, im Family Fitness Club in Bochum vor. Besonders bei den Wüstenrallyes muß man physisch wie auch körperlich fit sein, damit man die Strapazen besser durchsteht und somit zusätzlich einen kleinen Vorteil erringt.

Für Zirbes persönlich sind alle Teilnehmer einer Rallye letztendlich Gewinner weil jeder Sieg mit etwas Glück und Pech anderer behaftet ist, so sein Statement bei der Siegerehrung vor laufender Kamera. Die Geschäftspolitik und Philosophie von Zirbes ist darauf ausgerichtet, stets weitere Ziele zu verfolgen. So will er nun in 2010 bei der Paris Dakar, dem weltweit größten und anspruchvollsten Rallye-Event starten. Zu diesem Rennen bietet das Hummer Racingteam Neuen Sponsoren die Gelegenheit, Europaweit zu werben und das Racingteam an die Spitze zu führen.

Juli 2008

1. Platz der G.O.R.M. verschenkt!

Die Spannung erreichte bereits den Höhepunkt, bevor die Rallye startete. Bis zur letzten Stunde versuchten wir den neuen Rennhummer für diese Veranstaltung aufzubauen und abzustimmen. Wir lagen wegen jedoch in unserer Planung um mehr als eine Woche zurück, was letztendlich auch zu Konsequenzen führte.

In der Nacht der Abreise fuhren wir also mit dem ersten Hummer H1, unserem Ersatzauto, nach Dresden. Dort angekommen stimmten wir noch das Auto auf die Strecke ab. Als ich den Rundkurs der GORM sah, glaubte ich noch nicht so recht daran, dass man überhaupt mit einem Hummer eine solche Strecke fahren kann. Zumindest kann ich sagen, dass ich noch nie ein solch schwieriges Gelände gefahren bin. Nun, hierzu ist zu sagen, dass zwei Veranstalter sich zusammen geschlossen haben und die Strecke der Germany Offroad Master (GORM) im Grunde nichts anderes war, als die Strecke der Dresden Breslau Rallye, der schwierigsten Rallye Europas. Die beiden ersten Tage zählten also zur GORM gleichzeitig mit.

Als ich später das Camp mit seinem etwa 200 Teilnehmern sah, stieg auch bei mir der Glaube, dass die Strecke befahrbar ist, weil ansonsten 200 Teilnehmer umsonst angereist wären.-)) Dennoch um dieses vorzugreifen, etwa 20% der Teilnehmer erreichten bereits am ersten Tag nicht das Ziel. Das zur Schwierigkeit des Geländes.

Motorenschaden, Überschläge, Crashs und Achsenbrüche waren an der Tagesordnung. Zwei Mechaniker blieben hier in Wetter und versuchten den Renn-Hummer fertig zu stellen, sollten mit diesem nachkommen. Die Strecke von Wetter nach Dresden sollte gleichzeitig als Probefahrt und „Einfahrt“ des neuen Motors dienen weil wir wie bereits erwähnt, zuvor die Zeit nicht hatten. 50 KM vor Dresden flog jedoch der Erste Keilriemen weg, weil die Halterung der Lichtmaschine abgebrochen war. Über Nacht entschieden wir uns, dass wir nun den Rennhummer einsetzen, bauten noch provisorisch eine zusätzliche Halterung und stimmten letztendlich das Auto auf die Strecke ab. Eine Stunde vor offiziellem Rennbeginn, zwei Tage und eine Nacht durchgearbeitet waren wir nun fertig, der Renn-Hummer einsetzbar und voller Adrenalin bis an die Haarspitzen bereit für den Ersten Einsatz. Das Fahrwerk war perfekt, dass Auto lief gut, die Co-Pilotin machte einen SUPER Job, es lief phantastisch. Einfach zu gut. In unserer Klasse fuhren wir mit Abstand die schnellste Zeit. 30 Sekunden schneller pro Runde als der Zweitplatzierte! Es war so geil, dass ich voller Begeisterung jedoch eine Runde zuviel gefahren bin! Die Zuschauer tobten, meine Frau brüllte und ich sah die Zielflagge nicht, freute mich wie kein Zweiter und fuhr noch eine zusätzliche Runde die mich somit den 1 Platz gekostet hat. Dann folgte ein weiteres Problem….In der Senke mit etwa 75 Grad Gefälle bin ich zu schnell hinein gefahren, so dass ich mit der Front hängen geblieben bin. Dieses hatte zur Folge, dass wir den Kühler wie auch die Halterung der Lichtmaschine abgerissen haben.

Der zweite Tag, der besonders für die GORM-Wertung wichtig war, fiel somit aus, weil wir den Hummer für die restlichen Tage der Dresden Breslau Rallye fertig stellen wollten. Dennoch erreichten wir durch den vorgefahrenen Zeitvorsprung trotz fehlender 2 Etappe in der GORM Wertung den 3 Platz.

Am Abend wurde von Hella ein 400 Meter Offroad-Rennen ausgefahren, an dem wir mit unserem Ersatz-Hummer teilgenommen haben. Hier konnten wir uns mit dem 8 Platz behaupten. Für diese Fahrt gab es leider keine wertvollen Punkte, da ich meinen Mechaniker fahren ließ. Dennoch haben wir uns gefreut, dieses spannende Rennen liefern zu können. In der zweiten Etappe der Dresden Breslau Rallye folgte jedoch ein herber Rückschlag, der zu unserem Ausfall führte. Der zweite Kühler den wir gekauft und eingebaut hatten, war defekt. Wir mussten einen Dritten Kühler besorgen, noch mal alles umfunktionieren, abstimmen und einbauen. Das kostete wertvolle Zeit und führte dazu, dass wir zwei Stunden zu spät zum Start kamen. Wir starteten als Letzter, mussten das Feld von hinten aufholen und hatten ausgefahrene Löcher vor uns, wie kein anderer. Alle Teilnehmer, alle Autos, Motorräder und Lkws sind zuvor gefahren, haben die Strecke mit tiefen Spurrillen bestückt, und die Löcher noch größer gemacht. Wir hatten im Grunde keine Chance mehr, dennoch wollten wir nicht aufgeben. Das Erste große Wasserloch jedoch verschlang unseren Hummer bis Oberkante Dach. Die Elektronik war nun restlos nass, dass Getriebe voller Wasser, der Auspuff voller Wasser und Innen sowieso alles voller Schlamm. Selbst die Entlüftungen die wir besonders hoch gelegt hatten, waren mit Wasser befüllt. Heißt Differenzial und Zwischengetriebe ebenfalls mit Wasser und Schlamm gefüllt.

Von unserem Teamkollegen und ServicTruckfahrer Grings Berthold ließen wir uns nun die komplette restliche Etappe abschleppen. Also kein Abbruch, sondern im Renntempo innerhalb der Wertung sammelten wir so weitere wichtige Punkte. Etwa 5 KM vor der Zielflagge ging jedoch Nichts mehr. Der Sand war so tief, dass uns der Service Truck nicht mehr abschleppen konnte. Schweres Gerät musste her, wodurch wir alle Punkte verloren haben. Wir versuchten noch in den darauf folgenden zwei Tagen die Getriebe zu wechseln, doch die Elektronik machte uns einen Strich durch die Rechnung. Leider mussten wir die schwierigste Rallye in Europa abbrechen.

Dennoch, es war schön dabei zu sein.

Juni 2008

Fernsehserie über Hummer Racingteam im DSF

Mehrere Folgen über das "Hummer Racingteam" werden derzeit jeweils Mitwochs ab 20.00 Uhr im DSF (Sendung "Motorvision") ausgestrahlt. Wir wünschen viel Spaß beim Schauen und Mitfiebern ...

Mai 2008

Platz 2 für das Hummer Racing Team beim ersten Lauf zur GORM in Berlin

Nach nunmehr einem Jahr voller Erfahrungen hat das Hummer Racing Team bei der Germany Offroad Master (GORM) in Berlin bewiesen wie schnell ein Hummer H1 sein kann. Bereits am Ende der zweiten Etappe betrug der Vorsprung nach 144 KM Rallyedistanz 25 Minuten auf den zweiten Platz in der Klasse. Der Tagessieg wurde trotz eines Schadens an der Hinterachse erreicht, der Hummer hatte bei dem 3,5 Stunden Rennen nämlich 4 Runden mehr zurückgelegt als die Besten seiner Konkurrenten.

„Wir haben gezeigt das wir schnell sind, nun müssen wir noch an der Zuverlässigkeit unseres Renn Hummer arbeiten.“ So Teamchef Uwe Zirbes. Wie verbesserungswürdig das Thema Zuverlässigkeit ist zeigte sich auf der zweiten Etappe, durch einen weiteren Schaden an der Hinterachse fiel der Hummer wieder auf Platz zwei zurück, mit unermüdlichem Einsatzwillen gelang es Uwe und Bettina Zirbes aber das Auto während des Rennens zu reparieren und noch ins Ziel zu fahren. Selbst unter diesen enormen Druck die Zeiten aufzuholen, trotz defekter Hinterradaufhängung, bewies das Racingteam seine sportliche Fairnis indem es einem anderen Teilnehmer mit seinem Mercedes G Klasse ins Ziel abschleppte, dieser die Etappe ohne Zeitstrafe absolvieren konnte.

„Wir haben dieses Auto über die gesamte Renndistanz ununterbrochen im Rennen gehalten, dieses war ein wichtiger Test für uns.“ so Zirbes, der die Veranstaltung auch als Vorbereitung für die erste Profirallye des Teams sieht. Denn das Hummer Racing Team wird im August an der zur FIA Europameisterschaft gehörenden Baja Ungarn teilnehmen. Bei den Amateur-Rallyes ist es üblich das jeder Teilnehmer immer weiter fahren kann, das sieht bei den FIA Profirallyes anders aus, wer einmal nicht ins Etappenziel kommt ist raus. Deshalb soll der Hummer bis dorthin zuverlässig schnell sein.

Ein weiteres Highlight wird die nächste Veranstaltung die das Hummer Racing Team in Angriff nimmt. Die Rallye Dresden Breslau (gleichzeitig 2. Lauf der GORM) wird dem Team alles abverlangen. Die ultra harte Veranstaltung ist als extrem materialmordend bekannt. Beim GORM Lauf geht der Hummer H1 mit einem Polster von acht Punkten aus dem ersten Lauf an den Start. Auch mit diesem Vorsprung wird der Kampf um den Sieg der German Off Road Masters nicht leicht den in Dresden wird die Konkurrenz sehr stark sein.




März 2008

Absage der Teilnahme an der Rallye Baja Deutschland

Nach den kompletten Umbaumaßnahmen des Rennhummer und der folgenden Testfahrt auf dem Gelände der Baja Saxonia hat das gesamte Team entschieden, nicht an der Rallye teilzunehmen. Unsere Übersetzung war auf ein schwieriges Gelände wie bei der GORM abgestimmt, jedoch nicht für eine Hochgeschwindigkeitsrallye. Natürlich blieb das komplette Team an der Strecke um die Rennkollegen tatkräftig zu unterstützen. Ein Kompliment an dieser Stelle für den Hummerkollegen Schmieder Konrad, der den 2.ten Platz sichern konnte. Die Brüder Heilgeth sicherten selbstverständlich den ersten Platz und werden auch noch die nächsten Jahre ein fast unschlagbares Team sein. Für die kommende Rallye Baja Deutschland werden wir gerüstet sein und freuen uns bereits jetzt riesig auf dieses Highlight der Hochgeschwindigkeitsrallye.


März 2008

Das Hummer Racingteam baut einen 650 PS starken Motor ein

Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Jahr, wird das Fahrzeug erneut komplett auf Bezinmotor umgerüstet um wettbewerbsfähig zu bleiben. Darüber hinaus finden weitere erhebliche Veränderungen statt. Der Erste Auftritt unseres Fahrzeuges wird der 21.03.2008 bei der Rally Baja Deutschland sein! Siehe hierzu Pressebericht



Februar 2008

Das Hummer Racingteam bietet Rallyeservice und HUMMER Tuning für Kundenfahrzeuge an

Für den AM General Hummer H1  gab es bisher weltweit nur eine einzige auf Rallyeeinsätze spezialisierte Werkstatt in den USA.  Das Hummer Racingteam hat nun mangels kompetenter Ansprechpartner in Europa eine eigene Werkstatt und ein Eigenes Service -Team speziell für das HUMMER TUNING aufgebaut. 

Die Service Crew besteht aus zwei auf Hummer H1 spezialisierten Mechatronikern, zwei Mechanikern und einem Hummer H1 erfahrenen Chefmechaniker. In der eigenen Werkstatt kann parallel an zwei Fahrzeugen gearbeitet werden. Für weitere Bereiche des Teams wurden international anerkannte Experten verpflichtet.

Internationale Korporationen stellen die Ersatzteilversorgung und die Weiterentwicklung der  Rallye Hummer des Teams sicher.Auf Basis des AM General Hummer H1 wurde das Rallyefahrzeug mit den Erfahrungen der Testeinsätze bei deutschen und Nordafrikanischen Off Road Rallyes 2007 weiterentwickelt. Diese Erfahrung und Know how steht nun für HUMMER Fahrer der Klasse H1 und H2 zur Verfügung.

Es ist in Nordrhein Westfalen die einzige spezialisierte HUMMER Tuning Werkstatt, bei der nun die HUMMER Kunden sich vertrauensvoll hinwenden können. Die Kooperation mit der Werkstatt in Wetter a.d. Ruhr, Fa. Lorenz sowie, der Partner HUMMERLAND garantieren optimale Beratung und Tuningteilversorgung.

folgende Leistungen werden angeboten:
HUMMER H1 Tuning Leistungsteigerung & Veredlung sowie Rallye-Umbauten
HUMMER H2 Tuning Leistungsteigerung & Veredlung

Fa. Lorenz
Abteilung HUMMER Tuning
In der Aue 1-7
58300 Wetter



Oktober 2007

Hummer Racingteam von hunting heads errang 6. Platz der G3 in der Sahara Rallye

Mit einer atemberaubenden und spektakulären Aufholjagd nach großen Rückschlägen durch defektes Getriebe erreichte das Hummer Racingteam dennoch den 6 Platz in der Geländewagenklasse. Mit dem aufgebauten und eigens konzipierten Hummer H1 des Racingstalls startete das Europäische Hummer Racingteam mit Sitz in Wetter a.d. Ruhr die 25. Sahara Rallye, Erg Oriental in Tunesien.

Nicht nur PS und Geschwindigkeit sind wichtige Kriterien eines Erfolges, sondern auch das Hantieren mit GPS Geräten bzw. die Navigation. Ist man lediglich 100 Meter von der Ideallinie / Luftlinie aus dem Korridor, so erhält man hohe Strafzeiten von 2 Stunden. Darüber hinaus muß jedes Team in einer bestimmt vorgegebenen Zeit die einzelnen Wertungsetappen bis zu 285km schaffen. Ist man lediglich 5 Minuten außerhalb der Zeit, bekommt man erneut Strafzeiten auf die Distanz auferlegt. Ein Nervenzirkus und Strapaze der Extraklasse. Lediglich 70% der Teilnehmer erreichen überhaupt das Ziel bzw. fahren die komplette Etappe von A bis Z durch. Materialschlacht, Belastungsgrenzen bis zum totalen Ausfall sind an der Tagesordnung. Die Fahrer haben mit 45 Grad Hitze in der Wüste zu kämpfen, im Fahrzeug selbst kann man Eier auf der Konsole braten ( 75 Grad Hitze): Fahrer, die nicht trainiert sind, sich nicht vorbereitet haben, haben bereits zu Anfang schlechte Karten.

Das Fahrerfeld besteht zum größten Teil aus Profis, nur wenige Privatfahrer nehmen diese Herausforderung einer der schwierigsten Rallyes der Welt an. 14 Tage Sahara, 3500km durch haushohe Dünenfelder, Pisten die man nur mit speziellen Fahrzeugen überqueren kann, ohne das einem das Gebiss aus dem Mund fällt - all das gilt zu bezwingen.

Bereits am zweiten Wertungstag erzielten wir den 5 Platz in der Gesamtwertung, obwohl unser Team die ersten gemeinsamen Erfahrungen in der Wüste sammeln musste. Am dritten Tag jedoch erfuhren wir einen herben Rückschlag. Durch ein defektes Getriebe und verlorene Wertungspunkte erhielten wir 17 Stunden Strafzeit. Alles an Ersatzteilen hatten wir dabei, so dass man im Grunde einen zweiten Hummer bauen könnte, bis auf das Getriebe! Ratlosigkeit. Wo bekommt man ein Getriebe her, inmitten der Wüste, weg von jeder Zivilisation? Einfliegen lassen von Frankfurt nach Tunis, dann via Hubschrauber nach El Borma, eine Oase kurz vor der lybischen Grenze?

Am vierten Tag erhielten wir die Genehmigung vom Veranstalter, dass Ersatzfahrzeug einzusetzen, weil es im Grunde gleich ist, ob wir das Getriebe einfliegen lassen oder dann mit dem Ersatzwagen zu fahren. Darüber hinaus hatten wir aufgrund der bis dahin angefallenen Strafzeiten von über 40 Stunden keine Chance mehr, vom letzten Platz 33 wieder ins Renngesche- hen einzuwirken. Das Ersatzfahrzeug wurde auf die Dünenetappe abgestimmt und präpariert. Vom letzten Platz aus gingen wir wieder ins Rennen und versuchten das beste aus der Situation zu machen. Diese meisterten wir in einer einmaligen Aufholjagd und gingen dabei bis an unsere Grenzen. Leider war auch dieses Fahrzeug noch nie in einer Wüstenrallye getestet worden. Das Getriebe am Ersatzfahrzeug hat die PS-Zahl im schweren Dünengelände ebenfalls nicht durchge- halten. Es wurde zu schwach konzipiert und weiste nun die gleichen Symptome auf, wie das vom Renn-Hummer. Der Rückwärtsgang funktionierte nicht, anschließend schleifte der vierte Gang. Dünenfahrten ohne Rückwärtsgang sind nahezu unmöglich und zum scheitern verurteilt.

Es folgte ein LeMans-Start, wo sich Fahrer vor den Fahrzeugen aufstellten und beim Startschuss das Fahrzeug anlassen, Helme anziehen und anschnallen mussten bevor sie das Rennen beginnen konnten. Das Hummer Racingteam nahm daran teil, obwohl wir das Problem mit dem Rückwärtsgang hatten und zudem das Lenkgelenk defekt war. Als Vierter kamen wir aus dem Start heraus. Meine Frau jedoch streikte, wollte nicht mit dem defektem Fahrzeug weiterfahren konnte diese erneute Strapaze nicht auf sich nehmen. Da mich das Rennfieber packte entschied ich mich diese Dünen-Etappe alleine zu fahren. Ich wollte mich nicht geschlagen geben, nicht aufgeben, so kurz vor dem eigentlichen Ziel. Alleine ohne Co-Pilot zu fahren, rein auf den Spuren im Sand sich zu verlassen und etliche km durch die Wüste zu fahren, dass war einmalig in dieser Rallye. Dieses waghalsige und riskante Unterfangen hat man selbst dem Hummer Racingteam nicht zugetraut. Es wurden gar Wetten gesetzt, dass man mich später bergen bzw. suchen musste. Die Orga war bereits informiert und stand in den Startlöchern, warteten im Grunde auf die Notraketen am Horizont. Im Camp während der vorgegebenen Zeit angekommen, wollte man es zunächst nicht glauben, daß ich alle Kontrollen passiert habe. Hier sollte ich natürlich erwähnen, daß man dieses nur dann nachahmen sollte, wenn man im Hintergrund eine komplette Organisation hat, die im Falle eines Falles jeden Einzelnen, sicher aus der Wüste abschleppen kann. Satelittentelefon, Notraketen und GPS Gerät sind aus diesen Gründen Pflicht. Durch die hervorragende Arbeit der Orga wußte ich mich in sicheren Händen. Ich erreichte das Ziel, erhielt alle notwendigen Punkte und rutschte dadurch auf den neunten Platz in der G3 hoch!

In den darauf folgenden Etappen gab es viele Ausfälle zu verzeichnen, Fahrzeuge blieben im Sand stecken und konnten die vorgegebene Zeit nicht einhalten, kassierten dadurch erhebliche zusätzliche Strafzeiten. Die beiden Favoriten der Gesamtklasse fielen aus, hatten riesen Pech mit ihrem Mercedes G und mußten das Rennen abbrechen.

Weitere wichtige Punkte erzielten wir in der darauf folgenden Pistenetappe mit knapp 280km durch die Wüste. Obwohl der Hummer hier ebenfalls nur 3 Gänge einlegen konnte, fuhren wir mit Höchstgeschwindigkeiten von 85km/h die Piste entlang, die derart schwierig war, dass einem dazu die Worte fehlen dieses zu beschreiben. Leichtere Fahrzeuge hatten die Probleme das Fahrzeug überhaupt auf Fahrtrichtung zu halten, weil eine Panzerstrasse ein Witz gegenüber diesen Piste gewesen ist.

Die erfolgreichste Etappe erzielten wir bei eine der schwierigsten Strecken, am Strand von Hammamet, der Zieldurchfahrt. Hier starteten jeweils zwei Fahrzeuge nebeneinander im Minutenabstand zu den vorherigen Startern. Wir starteten als Zweitletzter und überholten gleich 5 Fahrzeuge - auch den Gesamtsieger. Es war sehr wichtig, wie auch zuvor in den einzelnen Etappen, daß fahrzeug perfekt abzustimmen. Der richtige Reifendruck konnte über Sieg oder Niederlage entscheiden. Der Sand war so tief, daß Fahrzeuge lediglich im zweiten Gang die Passage fahren konnten, die Motorentemparatur sich Kilometerlang im roten Bereich befand. Noch bei der letzten Rallye erlitt hier der Gesamtsieger einen kapitalen Motorschaden und kam nicht am Ziel an! Unser Hummer jedoch bewältigte diese Strecke und rollte wiederholt das Feld von hinten auf. Durch diese erfolgreiche Etappe schafften wir trotz der technischen Probleme und Rückschläge uns auf den 6 Platz hervorzufahren.

Wir waren bereits zu Anfang zum scheitern verurteilt, Wetten wurden gesetzt das wir nie die gesamte Etappe fahren würden, geschweige denn am Renngeschehen in den vorderen Plätzen teilhaben würden, und dennoch - unser Wille zum Erfolg, unser Elan und Einsatz, hat das Unmögliche wahr gemacht.

Dennoch, für mich persönlich ist jeder der an dieser Rallye teilgenommen hat ein Gewinner. Es gehört viel Kraft und Wille wie auch Mut dazu, sich diesen Strapazen auszusetzen. Irgendwo hat jeder Einzelne dazu beigetragen, daß Rennen spannend zu halten und durch Pech im Grunde dafür gesorgt, daß ein anderer Plätze wiederum gewonnen hat. Ohne den Ausfall von Kesslerteam wäre der Gesamtsieger sicherlich ein anderer gewesen. So sollte man nicht nur auf Platzierungen achten sondern, allein die Teilnahme und Wille zum Erfolg eines jeden Teams bewerten und begrüßen.

Besonderen Dank gilt an das Mechanikerteam vor Ort: Heinz Laubenstein, Alexis Dimos und Guy Wilkes die bis zur Erschöpfung gearbeitet bzw. geschraubt haben, sich tagsüber mit dem Servicewagen abgekämpft haben um zur richtigen Zeit am Camp zu sein und Nachts die Fahrzeuge präpariert haben, damit wir überhaupt eine Chance erhielten. Ohne sie wären wir keinen Tag gefahren.

Selbstverständlich auch ein Dankeschön an die netten Rennkollegen die uns mit Rat und Tat geholfen haben.

An dieser Stelle auch besonderen Dank an unser Serviceteam in Wetter, der Fa. Lorenz, die in Windeseile beide Fahrzeuge für die Wüste fertig gestellt hatten und nun jede Menge Arbeit haben, sich auf die kommende Rallye in Libyen 2008 vorzubereiten - dass meine Frau Bettina Zirbes was Besonderes ist, Sie mein größter Erfolg ist und auch bleiben wird ist unumstritten. Es gab im gesamten Fahrerfeld lediglich vier Co-Pilotinnen. Unter den Profis meisterte sie die Rallye als Privatfahrerin wie keine andere. Danke

Herzlichst,
Uwe Zirbes

PS. Wir danken allen Sportfreunden, Teilnehmern und Zuschauern für die positiven Gedanken und guten Wünsche.


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